Wenn man sich schon mal in der Nähe von Dresden befindet, kann man auch gerne einen Tagesausflug ins naheliegende Sächsische Schweiz unternehmen. Das haben wir natürlich gemacht und für dich getestet 😉
Inhalt
Fakten zum Elbsandsteingebirge
- Das Gebirge entstand durch Meeressedimente und der Sandstein dort ist über 100 Millionen Jahre alt
- Sowohl in Deutschland, in der Sächsischen Schweiz, als auch in Tschechien, in der Böhmischen Schweiz, liegen Teile des Gebirges
- Der Malerweg, einer der schönsten Fernwanderwege Deutschlands, führt über 112 km durch das Gebirge. (den sind wir aber nicht gelaufen)
- Die Sächsische Schweiz ist einer von 16 deutschen Nationalparks und schützt rund 93 km² einzigartige Natur.
- 1851 wurde die Basteibrücke aus Sandstein hier erbaut. Sie ist das meistbesuchte Naturhighlight der Region.
- Neben Schwarzstörche, Uhus, Wanderfalken kehren sogar Luchse langsam in die Gegend zurück.
Anreise
Für so einen bekannten Ort gibt es viele Optionen zur Anreise.
Wir selbst sind damals mit dem Auto die ca. 30-40 Minuten von Dresden nach Rathen gefahren und haben dort geparkt. Weitere Parkplätze gibt es in Bad Schandau, Schmilka und Königstein.
Generell kann man hier auch mit der Bahn anreisen. Da wir recht lange einen Parkplatz gesucht haben, würden wir diese Option beim nächsten Mal wählen.
Von Dresden fährt die S‑Bahn S1 im 30‑Minuten‑Takt in die Region: Stadt Wehlen – Rathen – Königstein – Bad Schandau – Schmilk.
Ganz allgemein kannst du auch nach Bad Schandau mit dem Fernzug aus Städten wie Berlin, Leipzig, Prag, Brüssel, Budapest oder Wien anreisen.
Vor Ort kommst du mit Elbfähren, Wanderbussen und der Kirnitzschtalbahn weiter.
Viele Highlights wie Bastei, Schrammsteine, Affensteine oder Königstein erreichst du direkt von Bahn- oder Fährstationen.
Mit Gästekarte ist in vielen Orten eine kostenlose Nutzung des ÖPNV möglich.

Sehenswürdigkeiten im Elbsandsteingebirge und der Umgebung
Da wir an diesem Tag auch zu unserem nächsten Ziel zur Übernachtung fahren mussten, hatten wir leider nicht die Zeit für eine ausufernde Wanderung. Stattdessen haben wir uns den Wanderweg von Rathen zum ikonischen Wahrzeichen des Parks: Der Basteibrücke und dem Rückweg über die Schwedenlöcher vorgenommen. Der Weg war, trotz seiner 800 Stufen, gut ausgebaut und gut gesichert. Unterwegs gab es eine Menge Aussichtspunkte, die einen fantastischen Blick über die Elbe und die frei stehenden Sandsteintürme geboten haben. Für die ganze Strecke haben wir gute 2 Stunden gebraucht (mit Pausen). In Rathen wieder angekommen, liefen wir noch am schönen Amselsee und der Felsenbühne vorbei, bevor wir wieder am Auto ankamen.
Zusätzlich sind wir dann noch ca. 30 Minuten weiter mit dem Auto zu einem weiteren Aussichtspunkt gefahren. Allerdings haben wir hier kaum Fotos gemacht, weil der uns doch sehr an die Fränkische Schweiz sehr bei uns Zuhause erinnert hat. Ungünstigerweise können wir uns nicht mehr genau an den Namen der Region erinnern (sorry!). Hier gab es allerdings einen Rundweg für eine ca. einstündige Wanderroute. Nach erfolgreichem Abschluss machten wir uns auf den Weg in die nächste Stadt.











Schade, dass wir den Besuch und die Wanderung etwas unterschätzt hatten. Insgesamt bietet die Region nämlich noch einiges mehr zu sehen.
Weitere Orte, an denen sich ein Besuch lohnt:
- Affensteine & Carolafelsen – Dort gibt es ruhige Panoramen und perfekte Fotospots
- Schrammsteine – mit dramatischen Felsformationen und anspruchsvollen Gratwegen für Wanderungen
- Kirnitzschtal & Lichtenhainer Wasserfall – romantisches Tal mit historischer Straßenbahn
- Kuhstall (Neuer Wildenstein) – beeindruckendes Felsentor, (angeblich) ideal für Familien
- Pfaffenstein & Barbarine – markanter Tafelberg mit berühmter Felsnadel
Empfehlungen für deinen Besuch
Allgemein lohnt sich (wie immer) eine frühe Anreise, um den größten Touristenmassen auf der Basteibrücke aus dem Weg zu gehen. Wir kamen kurz nach 9 Uhr dort an und konnten dem größten Menschenandrang so einigermaßen entgehen. Noch etwas früher wäre aber auf jeden Fall noch besser gewesen.
Der Weg zur Basteibrücke ist super befestigt. Auf dem Rückweg über die Schwedenlöcher ist der Weg bis auf einige Stellen auch ziemlich gut. Wenn du eine größere Route planst, solltest du vielleicht jedoch auf Wanderschuhe zurückgreifen. Unsere Tour war auch mit bequemen Halbschuhen machbar, wenn man aufpasst, wo man hintritt 🙂
Die Wanderwege an den Sehenswürdigkeiten des Elbsandsteingebirges haben verschiedene Schwierigkeiten. Wähle – je nach deiner eigenen Fitness – also die richtigen Wege für dich aus:
- Für Einsteiger:
- Amselsee & Schwedenlöcher
- Kuhstall (Neuer Wildenstein)
- Für Fortgeschrittene:
- Schrammsteine
- Affensteine & Carolafelsen
- (Großer Winterberg)

Generell gilt:
Viele Wanderwege werden über das Jahr hinweg immer mal wieder gesperrt. Das kann viele Gründe haben (Felssturzgefahr, Brutzeit seltener Vögel, Forstarbeiten, etc.) Prüfe daher immer die aktuellen Wegsperrungen auf der Website des Nationalparks Sächsische Schweiz, ob deine Wanderroute auch begehbar ist.
Im Sommer kann es zwischen den Felsen sehr warm werden und entlang der Wanderwege gibt es eher wenig Möglichkeiten zur Einkehr. Denk besser daran, kleine Snacks und Getränke mitzunehmen.
Weitere Infos für deinen Besuch findest du auf der Website des Nationalparks Sächsische Schweiz.
Auch die Website Elbsandsteingebirge.de bietet einen Überblick der Veranstaltungen und Übernachtungsmöglichkeiten in der Region.
Fazit
Ein Tagesausflug, beginnend von Rathen aus zur Basteibrücke und über die Schwedenlöcher zurück zeigt sehr eindrucksvoll, warum das Elbsandsteingebirge so viele Menschen begeistert. Der Weg verbindet bekannte Aussichtspunkte mit stilleren Passagen, die den besonderen Charakter der Region spürbar machen. Der Aufstieg ist fordernd, aber gut machbar, und die Mischung aus Felskulissen, Waldwegen und weiten Blicken macht die Runde abwechslungsreich. Man erhält auf dieser Route einen kompakten, aber überraschend vielfältigen Einblick in die Sächsische Schweiz, ohne gleich eine große Tour zu planen. Für uns eine absolute Empfehlung, wenn man ohnehin in Dresden ist, auch hier einen Tag zu verbringen.
Wenn du mehr zu unserem Besuch in Dresden erfahren möchtest, kannst du gerne hier klicken.
Bis zum nächsten Mal!
Julia und Lukas


