Hamburg: Deutschlandtour – Teil 5

Moin, wie der Hamburger zu sagen pflegt.
Nach der Gegend um die Müritz aus unserem letzten Beitrag war unser nächstes Ziel die Perle an der Elbe. Das war nicht unser erster Besuch in Hamburg, aber man könnte schon sagen, dass wir im Durchschnitt alle zwei Jahre zumindest mal ein verlängertes Wochenende hier verbringen. Entsprechend gut kennen wir uns mittlerweile schon aus 😉

Was es für Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps gibt, verraten wir dir hier in diesem Beitrag.

Fakten zu Hamburg

  • Die Stadt ist über 1.200 Jahre alt und wird erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands
  • Die Speicherstadt ist heute UNESCO-Weltkulturerbe und wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Zollfreihafen erbaut
  • Hamburg hat über 2.500 Brücken. Mehr als Amsterdam und Venedig zusammen
  • Wusstest du, dass zu der Hansestadt auch eine eigene Inselgruppe gehört? Die Hamburger Hallig und weitere kleine Marschinseln

Anreise und Ersteindruck

Wie auch bei diesem Besuch sind wir meist mit dem Auto nach Hamburg gefahren (einmal auch mit dem Camper). Jedoch lässt sich die Stadt auch hervorragend mit dem Zug erreichen. Je nachdem wo die Unterkunft ist, Gerät man dann natürlich erst einmal in den Stadtverkehr und steht ein bisschen im Stau. Der Ersteindruck kann etwas rau sein, aber das hängt auch wieder von dem Gebiet und der gewählten Anreisemethode ab.

Generell lässt sich aber sagen, dass wir eigentlich immer nur kurz in der Unterkunft eingecheckt haben. Egal ob Airbnb, Hotel oder Stellplatz mit dem Camper, und uns dann gleich auf den Weg in die Stadt gemacht haben. Meistens sind wir zu den Landungsbrücken gefahren und haben unsere Tour nach einem Fischbrötchen von dort aus gestartet. Das hat keinen besonderen Grund. Irgendwie hat man von dort hier einfach schnell Zugang zu allerlei Sehenswürdigkeiten und spürt direkt das maritime Flair der Stadt.

Sehenswürdigkeiten in Hamburg

Da wir schon einiges gesehen haben, findest du anbei eine Auflistung der wichtigsten bzw. auch empfehlenswerten Sehenswürdigkeiten:

  • Besuche die Landungsbrücken – Wie eben schon erwähnt ist das für uns der ideale Startort, weil man hier auch zu Fuß viel entdecken kann
  • Von Dort aus bist du schnell über die Jan-Fedder-Promenade zur Elbphilharmonie gelaufen. Übrigens kannst du hier in der Regel umsonst auf die Aussichtsplattform gehen. Das ist auch eine absolute Empfehlung von uns
  • Hinter der Elbphilharmonie (östlich davon) gelangst du zur Speicherstadt. UNESCO-Weltkulturerbe und ebenfalls Anlaufpunkt für viele tolle Geschäfte und schöne Architektur. Hier befindet sich das Miniaturwunderland, sowie das Spicy Gewürzmuseum und die Speicherstadt-Kaffeerösterei.
  • Bevor du die Elbphilharmonie besuchst, kannst du auch die Hauptkirche St. Michaelis vorbeischauen. Diese 132 Meter hohe Kirche bietet dir von ihrer Aussichtsplattform eine nette Aussicht auf die Stadt.
  • Falls du dem ganzen Trubel etwas entfliehen möchtest, geh doch von den Landungsbrücken aus durch den alten Elbtunnel. Spaziere unter der Elbe entlang, bis du zum Aussichtspunkt Steinwerder kommst. Hier kannst du bei einem erfrischenden Getränk die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive betrachten.
  • Falls dir der Sinn nach etwas frischem Fisch steht, solltest du nicht durch den Elbtunnel, sondern den Weg noch etwas weiter in Richtung Westen gehen. Dann gelangst du zum ikonischen Hamburger Fischmarkt. Lass dir von ausgefuchsten Verkäufern frischen Fisch aufschwatzen. Aber Achtung: Am besten möglichst Früh dort hingehen. Dann ist auch am meisten los!
  • Läufst du noch etwas weiter, kommst du vorbei am U-Boot (Museum) zum Schellfischposten, der urigen Seemannskneipe, die zum Beispiel auch aus der Sendung Inas Nacht bekannt ist.
  • Zu Fuß nur 10 Minuten von den Landungsbrücken entfernt ist auch die Reeperbahn zu finden. Tagsüber noch ziemlich leer, füllen sich die Straßen gegen Abend mit Touristen und Hamburger Originalen. Vor allem am Wochenende ist hier viel geboten. Besuche die Ritze, mit ihrem Boxring im Keller und andere bekannte Bars und Kneipen. Wir hatten auch einmal einen Abend einige Zeit mit Kickern gegen andere Gäste in der Barbarabar verbracht.
  • Tipp: Falls du als Frau auch einmal durch die berüchtigte Herbertstraße laufen willst, musst du das im Rahmen einer Stadtführung, wie zum Beispiel einer Nachtwächtertour machen.
  • An den Landungsbrücken kannst du auch die Rickmer Rickmers, ein großes Segelschiff aus dem 19. Jahrhundert besichtigen. Wenn du ein besonderes Erlebnis suchst, kannst du auf dem Schiff auch an einem Escape-Room-Spiel teilnehmen.

Empfehlungen für deinen Besuch

Wie in vielen anderen Großstädten, gibt es natürlich auch hier eine City Card, die dich Umsonst / vergünstigt den ÖPNV sowie weitere Attraktionen und Sehenswürdigkeiten nutzen lässt. Informiere dich vor deiner Reise, ob die Vergünstigungen der Karte sich für dich lohnen.

Eine Info, die viele nicht wissen: in Hamburg gelten auch Linienbootfahrten als ÖPNV. So kannst du also auch bei kostenfreien Fahrten mit dem Deutschlandticket oder der Hamburg City Card umsonst die Bootslinien nutzen, um von A nach B zu kommen. Beispielsweise kannst du so auch von den Landungsbrücken zur Elbphilharmonie fahren.

Wenn du Fisch magst, solltest du abends unbedingt ins portugiesische Viertel gehen. Hier reihen sich zahlreiche ausgezeichnete Fischrestaurants aneinander. Auch wenn du keinen Fisch magst, gibt es hier allgemein eine große Restaurantdichte. Schlendere einfach etwas durch die Ditmar-Koel-Straße und die Nebengassen um ein spannendes Restaurant zu finden.

Am besten ist die Reeperbahn am Wochenende besucht. Wenn du mittendrin statt nur dabei sein möchtest, kannst du die Große Freiheit 36 besuchen. In diesem Live Club haben bereits viele Stars wie die Beatles gespielt. Falls dir das nicht zusagt, kannst du auch einmal das Abendprogramm im Docks prüfen.

Damit die Aufzählungsliste der Sehenswürdigkeiten nicht zu lang wird, hier noch ein paar Empfehlungen: Auch die Außenalster mit den Alsterarkaden sind ein schöner Ort um zu verweilen und Shoppen zu gehen. Nimm dir ruhig ein paar Stunden Zeit, spaziere um die Alster und bummle durch die vielen Läden.

Wenn du einen schönen Park besuchen möchtest, schau doch mal im Planten und Blomen vorbei. Der Park besitzt einige Themengärten, einen See und ein japanisches Teehaus. Auch hier kann man gut die Seele baumeln lassen.

Im Sommer lohnt sich auch ein Besuch am Elbstrand. Hier liegt auch der Alte Schwede. Ein Steinbrocken aus der Eiszeit mit 20 Metern Durchmesser und einem Gewicht von über 200 kg.

Falls du dich für ausgefallene Architektur interessierst, kannst du auch das Chilehaus besuchen. Ein Impressionistisches Gebäude aus den 1920ern in Form eines Schiffes mit Restaurants, Geschäften und Büros.

Allgemein kann man sich auch zumindest grob an der folgenden Zuordnung für die aufgezählten Stadtviertel orientieren:

St. Pauli: wild & kreativ
Schanzenviertel: hip & alternativ
Blankenese: elegant & idyllisch
HafenCity: modern & urban

Fazit

Tatsächlich können wir über Hamburg einiges Erzählen. Lukas war mittlerweile bestimmt mindestens fünfmal in der Stadt und Julia auch viermal. Hin und wieder gibt es einige Streitpunkte, wie zum Beispiel wo es die besten Ramen in Hamburg zu essen gibt, aber generell ist die Stadt jedes Mal einen Ausflug wert und man findet bei jedem Besuch ein anderes Eck, das man bisher noch nicht erkundet hat. „Hamburg meine Perle“ ist zu Recht eine passende Bezeichnung und ist ein wunderbares Schlusswort für eine der – für uns – schönsten Städte Deutschlands.

Beim Schreiben des Beitrags haben wir gemerkt, dass wir noch einiges mehr über Hamburg erzählen könnten. Entsprechend gibt es vielleicht irgendwann noch einen zweiten Teil. Wir vermuten aber, dass hier erst einmal genug Inhalt für deinen ersten Hamburg-Besuch drin ist.

Falls du Fragen hast, lass gerne einen Kommentar da oder schreibe uns über das Kontaktformular.

Wir hoffen, dir hat der Beitrag gefallen 🙂

Bis zum nächsten Mal!
Julia und Lukas

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