Müritz: Deutschlandtour – Teil 4

Nach Leipzig ging es weiter in Richtung Norden. Unser nächstes Ziel war die Müritzer Region. Genauer gesagt wollten wir die beiden Orte Waren (Müritz) und Röbel besuchen. Aber genau wie es in der Region zugeht, nämlich ganz entspannt, starten wir erstmal mit dem Inhaltsverzeichnis und ein paar Fakten zu der Gegend in den Beitrag.

Müritz
GlasArche3

Fakten zu Müritz

  • Die Müritz ist der größte, vollständig in Deutschland liegende See (nur der Bodensee ist größer, liegt aber eben nicht komplett in Deutschland)
  • Der Name kommt ursprünglich aus dem slawischen und bedeutet „kleines Meer“
  • mit einer Fläche von 117 km² ist er fast so groß wie Paris
  • Waren (Müritz) ist die inoffizielle Hauptstadt der Müritz und (immerhin) ein offiziell anerkannter Luftkurort
  • Die Müritz ist Teil der Mecklenburgischen Seenplatte und gehört daher zu einem der größten vernetzten Wasserreviere Europas
  • Früher waren viele Teile der Region Grenzgebiet, wodurch die Natur lange unberührt blieb

Anreise und Ersteindruck

Unsere Unterkunft lag zwischen den beiden Ortschaften Waren (Müritz) und Röbel. Wir hatten einen kleinen Bungalow über Airbnb gebucht. In der Ortschaft mit dem einprägsamen Namen Gotthun, dachten wir bei der Ankunft zuerst „wo sind wir denn hier gelandet?“. Die Ortschaft war wirklich sehr klein, mit einer Hauptstraße und nur ein paar Häusern drumherum. Eigentlich fast wie Zuhause 😀

Immerhin gab es einen herzlichen Empfang und an der Pension am anderen Ende der Straße konnte man sich Fahrräder für einen Ausflug leihen. Aber zuerst liefen wir von unserer Unterkunft einmal an die Müritz. Die Sonne schien und das Wetter war gut. Alles in allem also eine nette Ankunft.

Sehenswürdigkeiten in der Gegend

Am ersten Tag liehen wir uns ein Fahrrad aus und machten uns auf den Weg nach Röbel. Allerdings nahmen wir nicht den direkten Weg, sondern fuhren möglichst nah an der Müritz entlang. Der einfache Fahrtweg dauerte etwa 30 Minuten. Dazu muss man allerdings sagen, dass die geliehenen Fahrräder nicht die besten waren. Lukas‘ Lenkrad lockerte sich 2x und er musste entgegenkommende Radfahrer nach Werkzeug fragen, um ihn wieder festzuziehen. Bei Julia ging die Bremse dafür nicht ganz so gut.

Röbel

In Röbel war gar nicht so viel los. Man kann sagen, dass es sich hier um ein ruhiges Dörfchen handelt. Wir schauten dort einmal in die Nicolaikirche und besuchten die alte Holländermühle. Außerdem gab es hier herrlich hergerichtete Fachwerkhäuser und kleine Gassen, durch die man bummeln konnte. Dann legten wir noch eine kleine Pause am Hafen ein, bevor wir uns wieder mit den Fahrrädern auf den Rückweg machten.

Waren (Müritz)

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Auto nach Waren (Müritz). Hier war es deutlich belebter, als im kleinen Röbel. Vom Parkplatz aus liefen wir direkt auf die Statue der GlasArche3 zu. Diese Skulptur aus Glas und Holz soll die Zerbrechlichkeit der Natur symbolisieren und Menschen an Ihren Schutzauftrag erinnern.

Wir besuchten das Müritzeum, eine Art Naturerlebniszentrum, mit Aquarium. Hier lernte man viel über die Pflanzen- und Tiere in der Region. Allerdings waren wir auch relativ schnell durchgelaufen. Es ist keine Halbtags füllende Räumlichkeit, wie manche Museen. Anschließend flanierten wir mit einem Eis an der Uferpromenade entlang und schlenderten durch das Städtchen. Viele Gebäude sind aus Backstein und passen daher hervorragend zueinander.

Eigentlich wollten wir auch auf einen Sprung in den Nationalpark, aber irgendwie hatten wir etwas die Zeit vergessen und uns nicht gut genug vorbereitet. So waren die Wanderwege leider zu lang für die Zeit, die uns noch verblieben wäre. Entsprechend haben wir es nicht in den Nationalpark geschafft, bevor wir uns wieder auf den Rückweg zu unserer Unterkunft machen mussten. Immerhin haben wir noch einen kleinen Spaziergang am Herrensee geschafft.

Wer etwas mehr wandern möchte, dem empfehlen wir eine Wanderung um den Tiefwarensee. Die Eiszeitlehrpfad-Wanderung ist ca. 8 km lang und leicht in ca. 1,5-2 Stunden zu schaffen. (auch das haben wir allerdings erst im Nachhinein herausgefunden und sind diesen Weg nicht gewandert). Dafür haben wir dir einen Reisebericht des Wanderwegs herausgesucht. Den findest du hier, im Blog von Ramblingrocks.

Eine coole Sache haben wir aber doch noch in der Stadt gefunden. Und zwar den Kunstautomaten. Für 4 Euro konnte man kleine Kunstwerke von verschiedenen Künstlern kaufen. Regional oder international war möglich. Das fanden wir eine ganz tolle Idee und haben uns gefragt, warum es so etwas nicht auch bei uns gibt.

Empfehlungen für deinen Besuch an der Müritz

Wir haben zwei Nächte in der Region verbracht und müssen sagen, dass die eigentlich gereicht haben. Hätten wir uns etwas mehr beeilt, wäre auch noch ein halber Tag im Nationalpark drin gewesen. Die Region ist sehr schön und naturnah. Wer allerdings eher ein Fan von Städtetrips ist, wird hier vermutlich nicht glücklich, da die Ortschaften in der Regel zwar nett, aber recht klein sind. Dennoch haben wir dir ein paar Tipps für deinen Ausflug an die Müritz zusammengestellt:

  • Immer Windjacke und in der Saison Badeklamotten dabei haben. So bist du für alle Eventualitäten gerüstet
  • Auch hier empfiehlt sich in der Touristensaison in Restaurants in Waren vorher zu reservieren
  • Mückenspray nicht vergessen! In Gegenden mit viel Wasser fühlen sich Mücken auch sehr wohl. Und hier gibt es viel Wasser!
  • Am Wochenende sind Bootstouren voller. Wenn es sich einrichten lässt also lieber unter der Woche mit dem Boot fahren
  • In Waren und Röbel sind Innenstadt-Parkplätze häufig schon früh besetzt. Parkt man am Stadtrand, lässt sich aber auch gut zu Fuß in die Stadt kommen
  • Sonnenuntergänge genießt man am besten am Westufer – zum Beispiel in Röbel oder Uferwegen in der Nähe

Fazit

Im Vergleich zu den vorherigen Reisezielen war Müritz wesentlich entspannter und gemütlicher. So gesehen haben wir den Ort genau richtig gewählt, um nach den stressigen Städtereisen etwas Ruhe zu tanken. So entspannt die Zeit hier auch war, müssen wir sagen, dass uns nach 1-2 Tagen mehr vermutlich etwas langweilig geworden wäre.

Entsprechend kann man den Ort für Urlauber, die eine entspannte Gegend suchen und nur hin und wieder etwas unternehmen möchten, definitiv empfehlen. Auch für Personen, die viel wandern, ist die Gegend sicherlich ein Traum. Für uns, die jedoch ständig etwas Neues erleben wollen und nach Abwechslung suchen, haben zwei Nächte in der Gegend ausgereicht, um das meiste zu sehen. Gerne kommen wir jedoch in Zukunft noch einmal hierher, um dann auch wirklich in den Nationalpark zu gehen.

Bis zum nächsten Mal!
Lukas und Julia

Müritz: Deutschlandtour - Teil 4

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